
Die Friedhofskirche zum hl. Karl Borromäus am Wiener Zentralfriedhof ist ein Prunkstück der Jugendstil. Besonders angetan hat es mir die Kuppel der Kirche: sie hat einen Durchmesser von 22,7 m und eine Höhe von 39 m. Der Sternenhimmel mit 999 Sternen ist ein Sinnbild für die Allgegenwart Gottes.
Die Herstellung des Mosaiks war viel Handarbeit, und viel Blattgold. Auf 2 Tafeln im Innern der Kirche ist dies genau beschrieben:
„Prunkstück der Restaurierungsarbeiten ist die Wiederherstellung der künstlerischen Ausstattung der Mittelkuppel. Die Rekonstruktion beruht auf Archivmaterial und historischen Detailfotos, die eine exakte Wiederherstellung des ursprünglichen, von der Firma Ignaz Dürr geschaffenen Werks ermöglichten.
Die äußere Kuppel war 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört worden, wobei auch das originale Kuppelmosaik stark beschädigt wurde. Im Zuge der Restaurierung 1952/53 sah man aus Kostengründen von der originalgetreuen Wiederherstellung der Kuppel ab und stattete sie nur mit einer einfachen Malerei aus.
Die Vollständigkeit der originalen Kirchenausstattung erforderte im Zuge der Generalsanierung 1995-2000 fast zwingend die Rekonstruktion des originalen Kuppelmosaiks, um das Erscheinungsbild des gesamten Innenraumes der Kirche wieder gestalterisch zu schließen.
Das neue „alte“ Kuppelmosaik besteht aus ca. 21.000 Einzelteilen, die zu einem goldenen Strahlenkranz mit exakt 999 Sternen auf blauem Untergrund zusammengefügt wurden. Jeder Einzelne der Mosaikteile ist Handarbeit. Im Prinzip handelt es sich hierbei um Zwischenglasmosaike: Bei diesem Verfahren werden zunächst große Glaszylinder mundgeblasen und zerschnitten. Die einzelnen Glasteile werden benetzt, um das hauchdünne Blattgold auftragen zu können, das nur aufgrund der Adhäsion hält und im Brennofen wieder eingebrannt wird.
Auf das so entstandene Zwischenprodukt wird ein Glasklumpen gelegt und im Brennofen neuerlich verschmolzen. So entsteht eine etwa 3 mm dicke Glasscheibe, in der luftdicht das Blattgold eingeschmolzen ist und die abschließend noch in die richtige Form (maximale Größe 13/13 cm) zugeschnitten werden muss. Trotz der Feinheit des Blattgoldes beträgt das Gewicht des im Kuppelmosaik verarbeiteten Goldes mehr als zwei Kilogramm.“

Der Physiker und Astronom Stephen Barr hat die Zeichen der Zeit erkannt und hat die ‚



